, Camenzind Daniela

Patrick Betschart am Schwägalp Schwinget

25. Schwägalp Schwinget

Das Schwägalp Schwinget am letzten Sonntag war für die meisten Schwinger die Hauptprobe für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest Ende August. Auch Betschart sammelte am Appenzeller Bergkranzfest noch letzte wertvolle Erfahrungen.
 
Es gehört zu den grössten Bergkranzfesten im Schwingsport und ist bekannt für die prächtige Aussicht und hervorragende Stimmung. Diesem Ruf wurde das 25. Schwägalp Schwinget unterhalb des Säntis auch letzten Sonntag wieder gerecht. Trotz Nebelschwaden am Morgen, lockte es 12'450 in die schön gestaltete Arena. 90 Schwinger trafen auf der Schwägalp ein, darunter auch Gäste aus den Innerschweizer und Südwestschweizer Schwingerverbänden. Für den Küssnachter Patrick Betschart war es nach 2023 die zweite Teilnahme auf der Schwägalp und zugleich sein letztes Schwingfest vor dem Saisonhöhepunkt, dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) in zwei Wochen.
 
Verhaltener Start
Zum Anschwingen trat Betschart gegen den unbequemen Nordostschweizer Andy Signer in den Sägemehlring. Trotz beherztem Einsatz gelang es Betschart nicht den wehrigen Teilverbandskranzer ins Sägemehl zu betten. Auch im zweiten Gang wurden die Bemühungen des Küssnachter nicht belohnt. Der zweite Gang gegen Kjetil Fausch endete wider Erwarten gestellt. Nach dem mässig geglückten Start kam im dritten Gang die Wende. Betschart konnte gegen Hugo Schläfli den ersten Sieg verbuchen. Mit seinem Paradeschwung, dem Knietätsch, bettete er den Südwestschweizer Teilverbandskranzer platt ins Sägemehl. Auch der vierte Gang gegen Mario Bösch entschied der starke Immenseer für sich.
 
Niederlage gegen Eidgenosse
Die einzige Niederlage des Tages musste der Küssnachter Teilverbandskranzer im fünften Gang einstecken. Er verlor gegen den Eidgenossen Martin Hersche nach kurzer Gangdauer. Zum Abschluss sicherte sich Betschart mit überzeugter Bodenarbeit aber erneut einen Sieg und holte sich gegen Reto Koch den dritten Sieg des Tages. Betschart beendete den Wettkampf auf dem Rang 10c, womit er knapp die Kranzränge verpasste.
 
Lehrreiche Erfahrungen
Kurz vor dem ESAF geht es Betschart nicht nur um den Kranzgewinn.
„Ich nehme viel Positives, aber auch lehrreiche Erfahrungen mit“, so Betschart nach dem Wettkampf. Er blickt nach der durchzogenen Leistung trotzdem optimistisch auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Mollis.
 
Doppelfestsieger
Im Schlussgang kam es auf der Schwägalp zum Eidgenossen Duell Samuel Giger gegen Werner Schlegel. Der Kampf blieb aber über 14 Minuten ohne siegreiches Resultat. Mit dem gestellten Schlussgang reichte es Giger nicht mehr für den alleinigen Festsieg. Marcel Räbsamen beendete den Tag nach einem hervorragenden Wettkampf punktegleich, worauf Giger und Räbsamen einen Doppelfestsieg feiern konnten.